Ermittlung der OEE-Kennzahl bei verketteten Systemen

Die OEE-Kennzahl kann sowohl auf der Basis von einzelnen Maschinen genutzt werden, als auch bei verketteten Systemen bestehend aus mehreren Maschinen.

Bei der Verkettung werden verschiedene Ansätze wie lose und starre Verkettung differenziert. Bei einer losen Verkettung sind zwischen den Maschinen Puffer angebracht, so dass beim Ausfall der vorangegangenen Maschine die nachfolgende weiter produzieren kann, da der Teilenachschub zumindest für einen bestimmten Zeitraum gesichert ist.

Bei einer starren Verkettung von Maschinen, d.h. ohne Puffer, hat dies deutliche Auswirkungen auf die OEE-Kennzahl. Da die Verfügbarkeit des Gesamtsystems sich aus der multiplikativen Verknüpfung der  Verfügbarkeitn der einzelnen Maschinen ergibt: 

VG (Gesamtsystem) = VG1 (Maschine 1) * VG2 (Maschine 2) * VG3 (Maschine 3)

Beispiel:

Datenerfassung als Grundlage der Kalkulation der OEE-Kennzahl

Die für die OEE-Berechnung erforderliche Datenerfassung an automatischen, teilautomatischen oder manuellen Arbeitsplätzen ist mit einem nicht unerheblichem Aufwand verbunden. 

Zur automatischen Erfassung kommen sg. BDE/MDE-Systeme, MES-Systeme etc. zum Einsatz. An manuellen Arbeitsplätzen kann die Erfassung auch durch "Aufschreiben" durch den Werker und der nachfolgenden Übertragung der Daten in das OEE-System erfolgen. 

Wichtig ist, dass ohne einem Bezug zum Auftrag keine korrekte Erfassung der OEE-Kennzahl mögich ist, da die Berechnung der Produktivität nur in Verbindung mit dem aktuellem Auftrag korrekt erfolgen kann.